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Schmerzbehandlung in der Palliativmedizin

 

»Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.»


(Cicely Saunders, einer der Begründerinnen der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin)

 

Palliativmedizin (Pallium = mit dem Mantel bedecken, lindern) ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer nichtheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung. Hauptziel aller Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen ist die Erhaltung bzw. Steigerung der Lebensqualität des Patienten und seiner Angehörigen. Angestrebt wird ein weitestgehend beschwerdefreies, würdevolles Weiterleben bis zum Tod. Daher steht die Linderung der Symptome im Fokus der Palliativmedizin. Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen normalen Prozess an, sie zögert den Tod nicht hinaus, beschleunigt ihn aber auch nicht. Sie zeugt von Respekt vor der Würde des Menschen im Leben, im Sterben und nach dem Tod.

 

Palliativpatienten sind Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung und in einem weit fortgeschrittenen Stadium leiden. Der Verlauf dieser Erkrankung sollte einen Punkt erreicht haben, bei dem es nicht mehr primär um eine Lebensverlängerung durch medizinische Maßnahmen geht, sondern um den Erhalt bzw. der Steigerung der Lebensqualität.

 

Palliativpflege ist im weitesten Sinn die bewusste Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer. Dazu gehört die Nähe und Distanz, mit Ängsten und anderen Gefühlen umgehen zu können. Palliativpflege bedeutet im engeren Sinn pflegerisches Fachwissen und Vorgehensweise in der Palliativbetreuung.

 

Schmerztherapie steht im Mittelpunkt der Versorgung sterbender Menschen. (In Deutschland steigt die Zahl der an Krebs Erkrankten deutlich an. In Abhängigkeit vom jeweiligen Turmorstadium leiden ca. 50 bis 80 % der Patienten an Schmerzen.) Deshalb gehört die Symptomlinderung genauso wie eine psychosoziale Begleitung zur Schmerztherapie, um die Lebensqualität zu wahren. Nicht zu unterdrückende, starke und anhaltende Schmerzen machen das Leben von Schwerstkranken und Sterbenden sowie ihrer Angehörigen unerträglich. Ausreichend schmerztherapierte Patienten haben auch in der Terminalphase (Endstadium) die Chance, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen oder aktiv an ihr teilzunehmen.

 

Schmerzbehandlungen erfolgen durch die behandelnden Ärzte.